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Was müssen Sie machen? Schicken Sie eine Mail mit folgenden Angaben:
  • Im Betreff: Titel der von Ihnen besuchten Ausstellung
  • Ihre Kritik / Ihr Lob zu der von Ihnen besuchten Ausstellung (Bitte beachten Sie, daß Ihr Text, sollte er zu lang werden, gekürzt werden kann)
  • Ihre Anzahl von fünf möglichen ruhrkunst-Online-Zechen
  • Ihren Namen mit Email- oder postalischer Adresse
Wichtig: Hier würde Ihre Meinung, die sich nicht mit der von ruhrkunst-Online decken muß, wiedergegeben. Es ist zudem selbstverständlich, daß die im Netz übliche Nettiquette beachtet wird.

 


Ausstellung: Tuchfühlung 2, Außenausstellung in Velbert-Langenberg

 

Autor: Thomas Barkum

 

Während die erste Tuchfühlung ihrem Namen noch gerecht wurde, beließen es die Macher der aktuellen Ausstellung bei dem Namen, sicher aus Gründen der Wiedererkennung. Und gaben ihr einen Untertitel: "Körperkonturen". Immerhin, denn in der Langenberger Altstadt findet sich wiederkehrend das gleiche Grundgerüst der Ausstellungsobjekte, an dem sich 250 Künstler versucht haben sollen: Eine menschliche Silhouette aus rostigem Eisen. In verschiedensten Variationen, mal verfremdet, mal bemalt, mal mit hinzugefügten Objekten.

Vielleicht ein schöner Ansatz, wenn mein Gesamteindruck nicht wäre: Morbid, destruktiv, aus der Hand von Wahnsinnigen. Selten konnte etwas mein Auge erfreuen, manchmal nur, weil ein Objekt ästhetisch in die Natur drapiert war. Zu stark auch der Eindruck, dass einige Künstler Anleihen bei "Körperwelten" suchten, und: Haben wir nicht endlich die Schnauze voll vom Rost? 

Insgesamt also: Enttäuschend. Arme Langenberger Bürger, die sich das Gezummsel tagtäglich anschauen müssen.

 

Thomas Barkums Wertung (22.06.00)

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Ausstellung: Ich ist etwas Anderes - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

 

Autorin: Janine Kling

 

Selten habe ich eine so gute Ausstellung gesehen. Umfang- und abwechslungsreich. Nach dem Besuch war ich sehr berührt und auch bedrückt. Das hatte besonders mit den Exponaten von Hannah Wilke und Annette Messager zu tun.

Hannah Wilke war mit vielen Aktfotos von sich zu sehen - eine sehr attraktive Frau. Auf allen Fotos hielt sie von ihr so genannte Strahlenpistolen in den Händen. Den Sinn dieser Pistolen erkannte ich bei den letzten beiden Fotografien von ihr: Überdimensionale Portraitfotos, auf denen sie bereits vom Krebs gezeichnet ist (und an dem sie auch gestorben ist).

Die Werke von Annette Messanger haben mich auch sehr berührt. Ihr großes Thema scheint mir die Folter zu sein. Auf Bleistiftzeichnungen, die ich als düster und bedrohlich empfand, waren Frauen abgebildet, die von anderen Personen bedroht werden (Offiziere beim Verhör, Folterinstrumente, Entführung durch dunkle Gestalten). Auf Fotos waren dann Situationen abgebildet, in denen sich Frauen selber foltern (Diät, Fettabsaugen etc.). Das alles hat mich sehr irritiert.

Insgesamt eine sehr gelungene Ausstellung mit noch vielen interessanten Exponaten, mit Rauminstallationen und Videos. Ich war sehr angetan.

 

Janine Klings Wertung (10.06.00)

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